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Universität Bonn
IOA, Abt. für Islamwissenschaft und Nahostsprachen

Regina-Pacis-Weg 7
D-53113 Bonn

Tel.: 0228-73 5873

Yasmin El-Menshawy
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Translatio

Translation. Die kognitive Aneignung europäischer Schlüsselkonzepte in asiatischen und nahöstlichen Gesellschaften (1860-1945)

 

Das Projekt

Etablierung einer Forschungsplattform

Im Rahmen eines vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts (Laufzeit: 1.11.2013-31.10.2014) möchte die Abteilung für Islamwissenschaft und Nahostsprachen am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn weiterhin untersuchen, wie zwischen 1860 und 1945 in den asiatischen und nahöstlichen Gesellschaften europäische Konzepte diskursiv angeeignet worden sind. Ziel des Projektes ist es, zu dem wissenschaftlich im hohen Maße innovativen und für zahlreiche Kolleginnen und Kollegen anschlussfähigen Thema „Translation. Die kognitive Aneignung europäischer Schlüsselkonzepte in asiatischen und nahöstlichen Gesellschaften (1860-1945)“ in einem ersten Schritt überaus zerstreute Quellenbestände möglichst digital an einem Ort zugänglich zu machen.

Digitalisiert, erschlossen und auf einer Forschungsplattform zur Auswertung und Bearbeitung gestellt werden sollen relevante Quellen aus der nahöstlichen und asiatischen „Sattelzeit“ von 1860-1945. Da Periodika die Grundlage der sich in der genannten Epoche herausbildenden Öffentlichkeit darstellen, bilden sie die für eine Begriffsgeschichte wichtigsten und umfangreichsten Primärtexte.

 

Mitarbeiter und Kooperatiospartner 

Das Projekt wird in Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) durchgeführt, die für das Vorhaben Ressourcen der von ihr für die Verwaltung und Präsentation von Digitalisaten eingesetzten Visual Library zur Verfügung stellt. Innerhalb der Laufzeit soll die Eingliederung in den eHumanities Forschungsverbund TextGrid (Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen) geprüft werden, um die Daten langfristig in einer virtuellen Forschungsumgebung für Geistes- und Kulturwissenschaftler nutzbar zu machen.

 

Zielsetzung

Im Zentrum des Pilotprojekts stehen in Asien und im Nahen Osten gedruckte Zeitschriften, die bisher an keinem Ort der Welt zusammengefügt wurden. Diese werden identifiziert, aus den Beständen der unterschiedlichen Bibliotheken zusammengetragen sowie in Absprache mit der jeweiligen Einrichtung digitalisiert und nutzbar gemacht. Eine zentrale Forschungsplattform wird langfristig in den Digitalen Sammlungen der ULB integriert und für die Öffentlichkeit zur freien Verfügung gestellt.

Dieses eingerichtete Digitalisierungsportal soll die Voraussetzung für ein großes vergleichendes Forschungsprojekt liefern, das den sozialen, politischen und mentalen Wandel in einer bis heute entscheidenden Transformationszeit in Asien und im Nahen Osten (1860-1945) anhand lexikalischer Begriffsgeschichte misst. Dabei stehen nicht die Produktion und Zirkulation von Ideen und Begriffen im Mittelpunkt, sondern Prozesse der Appropriation, Hybridisierung und Umwandlung. Auf das soziale Wissen, das nicht oder nicht nur in einem Schlüsselbegriff kondensiert oder sich aktualisiert, zielen weiter ausgreifende, diskursgeschichtliche Analysen von semantischen Beziehungsnetzen, ganzen Argumentationsmustern oder Topoi, die auch implizite Phänomene erfassen.

 

 

 

 

 

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